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Pressemeldungen
 

Ruhr Nachrichten vom 26.02.10

Naturschützer gegen Osterfeuer

Stadt soll keine Genehmigungen erteilen

Das städtische Umweltamt rät mit Blick auf die Luftbelastung zum Verzicht auf das Osterfeuer (wir berichteten). Und weiß sich dabei einig mit den Tierschutz- und Umweltverbänden. Die sehen die "Brauchtumsfeuer" zu Ostern als "Unsitte" und unternehmen sogar einen neuen Vorstoß für ein Verbot.

In einem Brief an die Ratsfraktionen fordern der Tierschutzverein, die Naturschutz-Verbände NABU, BUND und AGARD sowie die Arbeitsgruppe Igelschutz., dass die Stadt künftig keine Genehmigungen für Osterferein erteilen soll. "Die vorgegebenen "Traditionen" bei den Kirchen und Vereinen entsprechen nicht mehr der Realität, zumal es sich hier um einen heidnischen Brauch handelt", heißt es in dem von der Tierschutzvereins-Vorsitzenden Erika Scheffer unterzeichneten Schreiben.

Die Verbände sorgen sich dabei nicht nur um die Feinstaub-Belastung an den Ostertagen, sondern auch wildlebende Tiere, die das aufgeschichtete Ast-Material als Unterschlupf nutzten. Die Auflage des Umweltamtes, den Holzstapel vor Entzünden des Feuers noch einmal umzuschichten, werde kaum befolgt. Zudem würden durch den Rauch in den Wäldern Eulen und Fledermäuse geschädigt.

   
 
   
 

Westfälische Rundschau vom 24.02.10

Tierschützer machen mobil gegen Osterfeuer

In einer konzertierten Aktion appellierten Tier- und Naturschützer erstmals gemeinsam an den Rat, sich gegen Osterfeuer auszusprechen. Ob Naturschutzbund, BUND, die Arbeitsgemeinschaft Amphibien- und Reptilienschutz oder die Arbeitsgruppe Igelschutz: Sie alle sehen die Umwelt und die Tiere durch die Feuer in Gefahr.

Im Schulterschluss gegen Osterfeuer

Tier- und Naturschützer machen mobil - Appell an den Rat

Mit einem eindringlichen Appell an den Rat wenden sich die Tier- und Naturschützer in Dortmund erstmals gemeinsam gegen Osterfeuer. Unter der Federführung vom Tierschutzverein fordern die Verbände die Ratsfraktionen und den Umweltausschuss auf, die Genehmigungen zu reduzieren. Mit dabei: der Naturschutzbund (NABU), der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND), die Arbeitsgemeinschaft Amphibien- und Reptilienschutz und die Arbeitsgruppe Igelschutz.

Erika Scheffer vom Tierschutzverein verfasste das Papier. Weil das Umweltamt bereits die Umweltzone als Verzichtsargument für die Feuer angeführt hatte, ist sie optimistisch. Umweltschutz ist das eine. Tierschutz das andere. "Igel, Salamander, Rotkehlchen", zählt Scheffer, die potentiellen Opfer auf. "Weil ja im Herbst schon überall aufgeschichtet wird, auch in den Kleingartenanlagen."

Die Tiere nutzen die Haufen als Unterschlupf oder Brutplatz, bestätigt Dr. Erich Kretzschmar vom NABU. Die Holzhaufen seien für viele Tiere interessant, sagt er. "Die wissen natürlich nicht, dass ihr Holzstapel abgebrannt wird." Das Aufscheuchen der Kleintiere durch Umschichtung der Haufen minimiere die Gefahr.

Das ist seit 2005 sogar festgeschrieben. Die Osterfeuerverordnung setzt sowohl fest, dass die Haufen frühestens 14 Tage vor der Veranstaltung zusammen getragen werden, als auch, dass sie am Tage der Veranstaltung umzuschichten sind. Klare Vorschriften, die bei Verstößen Ordnungsgeldstrafen bis zu 5000 Euro nach sich ziehen.

Wilhelm Grote vom Umweltamt verweist darauf, dass seine Kunden "guten Willens" seien. Die Vereine und Gemeinden, die die Feuer anmeldeten, hätten schließlich einen Ruf zu verlieren. Vor Inkrafttreten der Verordnung habe es im Stadtgebiet etwa 2000 wilde Osterfeuer gegeben. Die Anmeldezahlen seit 2005 lägen relativ konstant bei 120. Zur Zeit seien bereits 70 Feuer angemeldet worden. Jährlich erfolgten seitens des Umweltamtes etwa zwölf bis 15 Kontrollen, teilt Grote mit. Dort würde auch das zu verbrennende Material in Augenschein genommen. Das Feuer soll schließlich nicht zur Müllverbrennung genutzt werden. Bei begründeten Bedenken kann das Umweltamt kontaktiert werden Tel: 50 25 422

   
 
   
 

WAZ vom 24.02.10

Osterfeuer entzünden Tierschutz-Debatte

Nabu und Bund wünschen vom Rat weniger Genehmigungen

Gemeinsam appellieren der Naturschutzbund (Nabu), der Bund für Umwelt und Naturschutz (Bund), die Arbeitsgemeinschaft Amphibien- und Reptilienschutz und die Arbeitsgruppe Igelschutz an den Rat der Stadt, weniger Osterfeuer zu genehmigen.

Erika Scheffer vom Tierschutzverein verfasste den Appell und ist optimistisch, da das Umweltamt bereits die Umweltzone als Verzichtsargument für die Feuer angeführt hatte. "Igel, Salamander, Rotkehlchen", zählt Scheffer, die potentiellen Opfer auf. Die Osterfeuerverordnung setzt fest, dass die Haufen frühestens 14 Tage vor der Veranstaltung zusammen getragen werden und am Tage der Veranstaltung umzuschichten sind. Sonst drohen Ordnungsgeldstrafen bis zu 5000 Euro.

Wilhelm Grote vom Umweltamt glaubt, dass seine Kunden "guten Willens" seien. Vereine und Gemeinden, die die Feuer anmelden, hätten einen Ruf zu verlieren. Vor Inkrafttreten der Verordnung habe es 2000 wilde Osterfeuer gegeben. Bislang seien 70 Feuer angemeldet worden.

   
 
   
 

Wochenkurier vom 20.02.10

Katzen Kastrations-Aktion

Gutscheine beim Tierschutzverein

Dortmund. Der Tierschutzverein Dortmund hat auch in diesem Jahr wieder eine Katzen-Kastrationsaktion organisiert.

Bis zum 30. April können bedürftige Katzenbesitzer ihre Lieblinge vergünstigt kastrieren lassen. Für eine weibliche Katze belaufen sich danach die Kosten inklusive Tätowierung auf nur noch 45 Euro, männliche Katzen kosten inklusive Tätowierung 30 Euro. Soll zusätzlich zur Tätowierung ein Mikrochip eingesetzt werden, kostet dies 15 Euro.

Interessenten können sich an den Tierschutzverein wenden, nach Nachweis der Bedürftigkeit und Zahlung des Kostenanteils erhält dann ein Tierarzt, der sich an der Aktion beteiligt, den Behandlungsauftrag. Weitere Kosten entstehen nicht.

Die Behandlungsscheine sind in der Geschäftsstelle des Tierschutzvereins an der Kleppingstraße 37 wochentags von 8 bis 14 Uhr erhältlich.

   
 
   
 

Westfälische Rundschau vom 15.02.10

"Die Bärenbande", Tierschutzjugendgruppe des Tierschutzvereins Groß-Dortmund e.V. hat am Wochenende vor dem Zirkus Universal Renz demonstriert. In ihrer Aktion wollten die Mitglieder auf die ihrer Meinung nach nicht artgerechte Wildtierhaltung aufmerksam machen. Den Tieren werde der Auslauf verwehrt. Die Forderung: Auftrittsverbot in Dortmund.

   
 
   
 

WAZ vom 10.02.10

Von Tauben, Tierschutz, Trotz und Taschengeld

Aplerbecker Bezirksvertretung kann mangels Geld keine Projekte beschließen - dafür unhöfliches Sitzungsverhalten ahnden

Aplerbeck. Über Sinn oder Unsinn eines Taubenhauses kann auf der BV Aplerbeck zur Zeit nicht debattiert werden: Es fehlt schlicht und einfach das Geld für ein solches Projekt, so Bezirksbürgermeister Sascha Mader. Der Taubenturm für den Aplerbecker Ortskern war letztes Jahr von zwei Frauen vorgeschlagen worden, um die Tauben von den Häusern und Plätzen abzuziehen. Da es sich aber nicht nur um den Bau des Turmes mit 28 Nistplätzen handelte, sondern auch um Spezialfutter, die Tauben anzulocken und zu halten, um eine zweiwöchentliche Spezialreinigung inklusive Desinfektion und um kontrollierte Eierentwendung mit gleichzeitigem Ersatz durch unechte, beliefen sich die Kosten auf circa 5000 Euro. Der um Hilfe und Übernahme der Aktion angeschriebene Tierschutzverein lehnte dies in einem Schreiben kategorisch ab.

Glossenhafte Anklänge hat der Punkt, den die Bürgerliste auf die Tagesordnung setzen ließ: "Verhalten der Mitglieder der Bezirksvertretung während einer Sitzung". Das, was während des Unterrichts an Schulen den Schülern wegen Unaufmerksamkeit, Störens und Respektlosigkeit verboten ist, scheinen einzelne BV-Mitglieder mit Hingabe während der Sitzung zu praktizieren - und trotz mehrfacher Aufforderung auch in den nachfolgenden Sitzungen nicht aufgeben zu wollen. Die Nutzung des Mobiltelefons zum Sprechen und SMS senden. Nun wird´s öffentlich beantragt. Höflichkeit auf Verordnung, wenn´s anders nicht geht.

Der "rote Faden", so Bezirksbürgermeister Mader, sei durchweg aber das leere Haushaltssäckel. So könne diese Sitzung sich nur mit Prüfungen von Planungsvorlagen beschäftigen. Das werde sich aber ab dem Sommer wohl ändern: "Der Rat muss uns etwas Taschengeld zum Spielen geben". Auch wenn es nicht die 700 000 Euro sein werden, die sonst dem Bezirk zugeteilt worden waren.

   
 
   
 

Westfälische Rundschau vom 08.02.10

Natur reguliert sich allein

Knapp 40 Protestanten gegen das Halali - Behördenschelte der Initiative "Natur ohne Jagd"

Was manchem als Freizeitvergnügen und Beitrag zur Hege gilt, stellen Tierschützer wie Martin Weidemann ganz offen an den Pranger: "Jagd ist nicht notwendig und pervers", sagt der Mann aus Werne und war deshalb am Samstag bei der Gegendemonstration zur Messe "Jagd & Hund" dabei. Die Ausstellung endete gestern in den Westfalenhallen.

Der Tierschutzverein "Natur ohne Jagd e.V.", der den Protestmarsch vom Hauptbahnhof zum Willy-Brandt-Platz angemeldet hatte, staffierte seine Mitstreiter mit Bannern und Plakaten aus und begleitete die überschaubare Gruppe mit Lautsprechern und Musik. Eigentlich hatte Organisator Marc Buchtmann mit gut 100 Leuten gerechnet, die sich für Tierrechte einsetzen, es kamen knapp 40 Protestierende. Die Enttäuschung darüber war spürbar. Buchtmann ist sich trotzdem sicher, das Engagement sein müsse: "Die Jagd ist in Deutschland ein rechtsfreier Raum", sagt der Vorsitzende von "Natur ohne Jagd". Es gebe zwar Vorschriften, aber die Behörden kümmerten sich nicht um deren Einhaltung. "Manche Behörden kennen die Regelungen gar nicht", empört sich der Tierschützer.

Das Hauptargument für die Jagd, die Regulierung der Wildbestände, sei purer Unsinn, sagt der studierte Biologe Kurt Eicher. Und wirft Jägern vor, die Population zum Beispiel von Wildschweinen absichtlich in die Höhe zu treiben. Dabei sei eine Regulierung des Wildbestandes mit Schusswaffen gar nicht nötig, so ein Mitglied der Tierschutzinitiative "pro iure animalis". Die Initiative gehe davon aus, dass natürliche Ressourcen wie Platz- und Futterangebot die Bestände ganz von allein regulierten.

Bei der Abschlusskundgebung vor der Reinoldikirche appelierten nach dem Protestmarsch führende Tierschützer wie der Vorsitzende des Tierschutzbundes NRW, Peer Fiesel, die Jagd kritischer zu hinterfragen.

   
 
   
 

Ruhr Nachrichten vom 08.02.10

Für eine Natur ohne Jagd gingen am Samstag wieder Gegner der Messe "Jagd und Hund" auf die Straße. Auch der Tierschutzverein Dortmund beteiligte sich mit seiner Jugendgruppe "Die Bärenbande". Auf der Messe für Jäger und Angler in den Westfalenhallen tummelten sich indes in sechs Tagen wieder 71 000 Besucher.

   
 
   
 

City-Anzeiger vom 03.02.10

Jagd & Hund ruft Gegner auf den Plan

Innenstadt-Süd. Während in den Westfalenhallen noch bis Sonntag zur großen Jagdmesse geblasen wird, rufen die Tierschützer Samstag zur Demonstration gegen die  "Jagd & Hund" auf. Treffpunkt ist um 12 Uhr vor dem Hauptbahnhof. Eine Kundgebung folgt am Willy-Brandt-Platz.

Aktion für Katzen

Dortmund. Von Februar bis April hilft der Tierschutzverein e. V. bedürftigen Katzenbesitzern mit einer Kastrationsaktion für Katzen. Die Aktion richtet sich Tierfreunde, die dann nur einen Anteil der OP zahlen müssen. Melden können sie sich bei der Geschäftsstelle des Tierschutzvereins in der Berswordthalle an der Kleppingstraße 37, Tel: 8183 96

   
 
   
 

WAZ vom 03.02.10

Demonstration gegen Hobby Jagd

Gegen das Hobby Jagd demonstriert am Samstag, 6. Februar, ab 12 Uhr der Verein "Natur ohne Jagd" in Dortmund vor dem Hauptbahnhof. Der Demozug führt durch die Innenstadt zum Willy-Brand-Platz, wo gegen 13 Uhr Redner verschiedener Tierschutzorganisationen zur Kundgebung erwartet werden. Für die Teilnehmer wird kostenlos vegetarische Verpflegung angeboten.

   
 
   
 

WAZ vom 27.01.10

Spenden für Igelschutz dringend benötigt

Nicht nur ihre kleinen Schützlinge, auch die Arbeitsgruppe Igelschutz Dortmund selbst ringt mit dem Tode. Die Finanzierung der Arbeit wird derzeit von den ehrenamtlichen Helfern selbst geleistet. Gundula Beck hat zwölf kleine Igel auf ihrem eigenen Balkon. "Ich schätze, dass sich etwa 80 bis 100 Tiere in unseren Händen befinden", sagt sie. Der Tierschutzverein greift den Igelschützern finanziell zwar unter die Arme, doch - so Erika Scheffer vom Tierschutzverein - es werden 10 000 Euro für Materialien, Ausstattung und Futter gebraucht. Spenden kann jeder. Wichtig ist Futter, das kann Katzenfutter in allen Variationen, auch Katzenmilch sein. Geldspenden sind dringend notwendig. Um beispielsweise Medikamente für stark von Parasiten geplagte Tiere zu finanzieren.

Auch im Garten kann man dazu beitragen, dass die Tiere ein Obdach in Laubhaufen und dichtem Unterholz finden. Weniger Gift einsetzen, und die Igel finden Würmer und Schnecken. Wer einen Igel findet oder helfen möchte wende sich an die Igelstation, Tel: 17 55 55. Spenden an die Igelschutzgemeinschaft: Kto. 202 15 58, BLZ 360 60 591 Sparda-Bank West.

   
 
   
 

Ruhr Nachrichten vom 19.01.10

Lauf, Leopard, lauf

Zoo plant neues großes Außengehege / Weitere Spenden gesucht

Großes internationales Lob für den Zoo. Er soll seine erfolgreiche Leoparden-Zucht wieder aufnehmen.

Der Haken an der Sache: Die Anlage entspricht nicht mehr modernen Tierhaltungs-Kriterien. Zoo-Chef Dr. Frank Brandstätter: "Das Gebäude ist noch in Ordnung. Wir benötigen aber unbedingt eine neue Außenanlage."

Das wird nicht ganz billig. Denn die kletterfreudigen Katzen kann der Tierpark nur in einem geschlossenen Käfig sicher halten. Und da der Zoo die Frei-Anlage auf 600 bis 700 Quadratmeter vergrößern möchte, kommt schon einiges an Käfig-Kosten zusammen.

Außerdem soll das Außengehege mit einem Wasserfall aufwarten können. Geschätzte Gesamtkosten: ca. 200 000 Euro.

30 in freier Wildbahn

Eine lohnende Investition, wie auch der Tierschutzverein meint, der das Projekt gemeinsam mit dem Zoo befördert. Tierschutz-Chefin Erika Scheffer: "Es leben nur noch rund 30 Amurleoparden in freier Wildbahn." Der Amurleopard ist die seltenste Leopardenform auf der Erde. In der Vergangenheit hatte der Zoo gute Zuchterfolge zu verzeichnen. Vor rund einem Jahrzehnt schlief die Zucht allerdings ein. Ein neues Außengehege soll die erfolgreiche Nachwuchs-Gewinnung beleben.

Ein Zuchtpaar ist schon vorhanden. Kater Timour kam Anfang 2009 aus Frankreich, die Leoparden-Dame Kiska im September nach Brünninghausen. Doch bevor das neue Gehege nicht fertig ist, soll Kiska noch nicht trächtig werden. Brandstätter: "Wir halten sie im Moment getrennt."

50 000 Euro gespendet

Den Zustand will der Tierschutzverein schnell ändern und hat die ersten 50 000 Euro gespendet.

   
 
   
 

Ruhr Nachrichten vom 13.01.10

Altes neues Heim für Tiere

Der Tierschutzverein Groß-Dortmund schmiedet bereits umfassende Pläne für die Übernahme des städtischen Tierschutzzentrums Hallerey. Mit einem 20-Punkte-Programm wollen Vorsitzende Erika Scheffer und ihre Mitstreiter starten, wenn die Verträge unterschrieben sind. Vorher müssen jedoch Ausschüsse und Rat über das neue Modell befinden, das nicht zuletzt Geld sparen soll. Im April könnte es losgehen, hoffen die Tierschützer.

Hund und Katz´ in neuer Hand

Tierschutzverein will Heim übernehmen

Erika Scheffer steht in den Startlöchern, hinter ihr eine Armada von Ehrenamtlichen: Schon im April könnte die Übernahme des Tierschutzzentrums Hallerey durch den Tierschutzverein Groß-Dortmund Wirklichkeit werden, schätzt die Vorsitzende.

Zunächst aber geht der von ihrem Stellvertreter und Justiziar Peer Fiesel gestrickte Vertrag in die Abstimmung mit der Verwaltung. Darin sind die finanziellen Eckpfeiler des vielerorts bereits praktizierten Modells geregelt: Die Stadt behält das Gebäude und zahlt ihr Personal weiter, die Kosten für die Verpflegung der Tiere, medizinische Versorgung und Zubehör stellt ihr der Verein als Betreiber in Rechnung.

"Die Stadt ist verpflichtet, sich um die Tiere zu kümmern. Wir entlassen sie nicht aus der Verantwortung", stellt Erika Scheffer klar. Eine Voraussetzung für das Engagement: Die festen Zuschüsse werden vierteljährlich überprüft und gegebenfalls korrigiert.

Wirtschaftliche Vorteile

Die Stadt setzt mit dem Wechsel auf Erfahrung und Engagement der Tierschützer, erhofft sich aber natürlich auch wirtschaftliche Vorteile. Die sieht auch die Vereinsvorsitzende: "Wir haben ganz andere Möglichkeiten. Beispielsweise müssen wir nichts ausschreiben." Dadurch ergäben sich ganz andere Rabattmöglichkeiten bei den Lieferanten. Auch die vielen Ehrenamtlichen helfen beim kosteneffizienten Betrieb.

Ideen gibt es bereits reichlich für das Modell, das die Vereinsmitglieder bei einer außerordentlichen Mitgliedsversammlung im Dezember mit nur einer Gegenstimme absegneten. So soll ein halbtags angestellter Tierarzt u.a. eine Sprechstunde für einkommensschwache Tierbesitzer anbieten, die Öffnungszeit sollen erweitert werden, Werbetage und andere Aktionen helfen, die Kasse zu füllen. "Wir haben ein 20-Punkte-Programm ausgearbeitet", sagt die Tierschützerin und die Vorfreude ist ihr anzumerken.

Tatendrang

Erika Scheffer sprüht vor Tatendrang: "Die Vereinsjugend könnte Trödelmärkte veranstalten, in unseren Schaufenstern in der Berswordt-Halle würden wir mit Bildern von Hunden, Katzen und Nagern neue Besitzer suchen, wir könnten Gnadenbrot-Tiere als Patentiere vermitteln, wir müssen die Internetseite erneuern, das Beratungsangebot würde ausgeweitet......."

   
 
   
 

Westfälische Rundschau vom 12.01.10

Verein soll und will das Tierheim übernehmen

Privat vor Stadt: Der Tierschutzverein Groß-Dortmund soll und will Betreiber des Tierschutzzentrums Hallerey werden, wenn sich Stadt und Verein über die Konditionen einig werden. Rein rechnerisch und auf kurze Sicht ist das für den städtischen Haushalt vielleicht nicht der große Wurf. Aber: Kleinvieh macht auch Mist.

Alles für die Katz´ - Modell spart Kosten

Tierschutzverein soll Heim übernehmen

Eine Gegenstimme, bei über 600 Mitgliedern: Ein eindeutiges Votum. Seit der Tierschutzverein Groß-Dortmund sich so klar entschieden hat, sitzt Erika Scheffer auf heißen Kohlen. Aus Sicht der Vorsitzenden könnte der Verein schon morgen als neuer Betreiber des städtischen Tierschutzzentrums Hallerey loslegen. Davor steht der Entwurf eines Vertrags, mit dem zurzeit die Stadt Dortmund befasst ist. Die im Übrigen die Übernahme durch den Verein angeregt hatte. "In 85% der Kommunen funktioniert das", sagt Stadtsprecher Michael Meinders. Umso mehr freue sich die Stadt über das positive Signal. Und bleibt sonst schwammig. Ziel: Standards halten bei wirtschaftlicher Entlastung.

Sparen, sparen, sparen - an der Devise hat sich nichts geändert. Was Hund und Katz´dazu beitragen können? In Zahlen fassen, können die Fachleute das noch nicht. Dabei ist "Privat vor Stadt" an allen Ecken im Gespräch und bei den vier Hallenbädern in Eving, Scharnhorst, Hörde, Aplerbeck bereits umgesetzt. Vier weitere stehen auf dem Prüfstand. Erhoffter finanzieller Effekt pro Quartett: eine halbe Million Euro.

Für den Tierschutzverein liegen die Vorteile auf der Hand: "Wir haben eine anderes Betriebskonzept als die Stadt", sagt Scheffer. Dazu gehört auch die Überlegung, zumindest halbtags einen Tierarzt auf eigene Kosten einzustellen - auch, um so eine Sprechstunde für sozial Schwache anbieten zu können. Schnellere Vermittlung, flexiblere Öffnungszeiten - der Verein sei insgesamt beweglicher. "Wir wären ein Gewerbebetrieb". Mit deutlichen Vorteilen. Unter anderem: der Verzicht auf Ausschreibungen. Das Kleinrechnen von Betriebskosten. Der verstärkte Einsatz ehrenamtlicher Mitarbeiter. Scheffer:"Wir haben schon jetzt eine Liste von Helfern. Und die Liste der Gassigeher ist länger, als die der Hunde", ist sie vom Engagement der eigenen Leute begeistert. Und überzeugt: "Wir können das schultern". Schließlich sitze man als Träger seit 1994 mit im Boot und wisse, wovon man rede.

Für die Stadt blieben: die Personalkosten (betriebsbedingte Kündigungen wird es laut Meinders nicht geben), Unterhaltungskosten für das Gebäude und - damit rechnet der Tierschutzverein - ein finanzieller Zuschuss an den künftigen Betreiber. Das Sparvolumen? Im ersten Moment rein rechnerisch kein großer Wurf. Aber: Kleinvieh macht auch Mist.

   
 
   
 

Westfälische Rundschau vom 29.12.09

Silvester - Für Tiere kein Kracher

Ohrenschützer für den Hund - zugegeben, die Idee ist nicht ganz ernst gemeint. Ernst ist aber das Problem für so manchen Tierbesitzer. Was mache ich mit meinem Hausgenossen an Silvester?

Schon heute kann es losgehen, dass die ganz Vorschnellen die ersten Kracher zünden und die ersten Raketen steigen lassen. Tiere reagieren dann mitunter panisch, bekommen Angst, verstecken sich. Für Erika Scheffer, Vorsitzende des Dortmunder Tierschutzvereins, ist das große jährliche Geknalle ein großes Ärgernis.

Für viele Tiere ist Silvester nicht der Kracher

Wenn die ersten Kanonenschläge krachen, leiden Hunde, Katzen und Wild

Erika Scheffer feiert Silvester nie außer Haus. Nicht etwa, weil sie ein Party-Muffel wäre. Nur, weil sie ihre Minka nicht allein lassen kann. Die nämlich hat panische Angst vor den nächtlichen Freudenböllern. Für die meisten Tiere ist Silvester eben nicht der Kracher.

Ab dem 30. Dezember krachen die ersten Kanonenschläge in den Straßenschluchten. Dann fängt das große Zittern an. Monika Bickmanns Hündin will dann gerade noch zur nötigsten Notdurft um die Ecke und schwupps, sofort wieder unters Sofa. Der Hund der Kollegin reagiert regelrecht panisch auf den ungewöhnlichen Krach, das Grollen, Pfeifen, Zischen - und leider auch mit einem nervösen Magen. Folge: Besitzer solch ängstlicher Tiere verbringen den Jahreswechsel mit ihrem Bello auf dem Sofa - sprich: in vertrauter Umgebung,  bei geschlossenen Fenstern und möglichst ohne Feuerwerk. Akustisch wie optisch.

"Sch...   Chinakracher", schimpft Erika Scheffer und nimmt als Vorsitzende des Tierschutzvereins kein Blatt vor den Mund. Denn ihre jährlichen Appelle verpuffen - wie Millionen von Euro am Silversterhimmel. "Es sind ja nicht nur Hunde und Katzen - auch die Wildtiere!" Das Allerwelt-Gejuchze mit Schwarzpulver bringt ordentlich Phon in die Nacht, die Raketen machen eben diese fast zum Tage - so etwas wie eine Kriegserklärung für Vierbeiner und Geflügel.

"Wir holen alle Tiere, soweit das geht, in den Stall, um sie zu schützen", sagt Zoo-Verwaltungsleiterin Ute Rahner. Zum Glück: Die nächste Wohnbebauung ist weit weg. "Die Tiere schrecken zwar auf, passiert ist aber noch nichts".

"Unsere Tiere schieben eine Nullrunde", sagt Jörg Fuhrmann, Tierpfleger im Dortmunder Tierschutzzentrum. Sprich: Sie werden Silvester nicht gefüttert, damit sie eben auch nicht aus Nevosität erbrechen können. Stress plus Futter: Bei großen Hunden bestehe da außerdem die Gefahr einer Magendrehung. Ganz nervöse Tiere, sagt Fuhrmann, werden in der Innenbox abgeschirmt.

Die einen sind "schussfest", ihnen macht das Getöse nichts. Die anderen verkriechen sich zitternd; die nächsten bellen in den Himmel und jaulen den Pfeifern hinterher. Ein Kollege, er wohnt am Tierheim, hat ein Auge auf das Geschehen - "und manchmal machen wir eben Party bei ihm", grinst Fuhrmann. Ohne Kanonenschlag, versteht sich. Was übrigens nicht nur die Nerven schont. Sondern auch den Geldbeutel.

   
 
   
 

Ruhr Nachrichten vom 10.10.09

- Blickpunkt Tierschutz-

Erntemarkt: Ist das Tierquälerei?

Ralf Schmidt wehrt sich gegen Vorwürfe

Hörde. Ist der Imker Ralf D. Schmidt ein Tierquäler? "Ja", sagt die Vorsitzende des Tierschutzvereins, Erika Scheffer. "Nein", kontert der Beschuldigte, "ich nehme den Tierschutz sehr ernst".

Wie am Freitag berichtet, hat der Tierschutzverein den Imker Ralf D. Schmidt beim Veterinäramt der Stadt anzeigt, weil er beim Erntemarkt am ersten Oktoberwochenende Hühner, Schweine, Ziegen und andere Hoftiere unter Tierschutzaspekten vernachlässigt haben soll. Veranstalter waren das Hörder Stadtbezirksmarketing und der Aktivkreis der Hörder Einzelhändler. Schmidt hatte den Auftrag, den Handwerker. und den Bauernmarkt zu organisieren.

Die Stadt prüft die Vorwürfe. "Grundsätzlich gibt es eine gute Zusammenarbeit mit Herrn Schmidt. Wir müssen sagen, dass er immer gut für die Tiere sorgt", erklärte Stadtsprecher Michael Meinders.

Bereits vor dem Erntemarkt hatte die Stadt Auflagen erteilt. Meinders über die Kriterien: "Die Tiere müssen Rückzugsmöglichkeiten haben, vor der Witterung geschützt sein und sie dürfen nicht ständig Streicheleinheiten ausgesetzt sein."

Erika Scheffer hatte als Vorsitzende des Tierschutzvereins behauptet, dass die Tiere keine Rückzugsmöglichkeit gehabt hätten und auch nicht beaufsichtigt worden seien.

Schmidt kann die Vorwürfe nicht nachvollziehen: "Das sind ernst zu nehmende Vorwürfe, aber wer so etwas behauptet, leidet unter Realitätsverlust." Er habe die Häuschen u. a. für die Hühner extra für den Erntemarkt entworfen und sei stets anwesend und bei eigenen Kontrollen auch ansprechbar gewesen.

-Kommentar-

Vorwurf ohne Bestand

Keine Missstände

Der Tierschutzverein leistet gewiss wertvolle Dienste für den Tierschutz in Dortmund. Die jetzt erhobenen Vorwürfe wirken jedoch wie an den Haaren herbeigezogen.

Hier liegt der Verdacht nahe, dass die Vorsitzende Erika Scheffer mit falsch verstandener Öffentlichkeitsarbeit ihren Verein mit einer Anzeige in Erinnerung rufen möchte. Denn wären die Verstöße so gravierend gewesen, hätte der Tierschutzverein die Polizei verständigen oder sich an die Erntemarktveranstalter wenden können, um die Gefahr sofort zu beseitigen. Offenbar waren die Missstände nicht vorhanden oder nicht so gravierend, dass der Tierquälerei-Vorwurf Bestand hatte.

Peter Bandermann

   
 
   
 

Ruhr Nachrichten vom 09.10.09

"Auf Markt Tiere gequält"

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Hörde. Der Tierschutzverein hat den Imker Ralf D. Schmidt beim Veterinäramt angezeigt. Schmidt soll, so die Vorsitzende Erika Scheffer, beim Erntemarkt in Hörde an drei Tagen "aktiv Tierquälerei" begangen haben, in dem er Tiere zur Schau gestellt und ihnen keine Rückzugsmöglichkeiten gegeben habe. Zudem seien die Gehege nicht beaufsichtigt worden. Ralf D. Schmidt wies diese Vorwürfe gestern zurück. "Jedes Tier hatte einen Rückzugsraum. Ich habe alles getan, damit es den Tieren gut geht. Eigentlich müsse Frau Scheffer auf meiner Seite sein, weil ich Tierliebe fördern will." Schmidt zeigte beim Erntemarkt, wie in den Jahren zuvor, seltene Haus- und Hoftiere, u. a. eine Wollsau-Familie.

   
 
   
 

WAZ vom 29.09.09

Zum Welttierschutztag Gottesdienst am Big Tipi

Auftakt zum ersten Kirchentag Mensch und Tier 2010

Einen Gottesdienst für Mensch und Tier und ein Tierschutzfest feiern die evangelische Lydiagemeinde/Pauluskirche und Kultur am Sonntag, 4. Oktober (ab 12 Uhr) und der Tierschutzverein Groß-Dortmund am Welttierschutztag 2009 im und rund um das Indianerzelt "Big Tipi" (Lindenhorster Str. 6). Dieser Gottesdienst ist Auftakt zum Kulturhauptstadtjahr 2010 und dem ersten deutschen Kirchentag "Mensch und Tier", der vom 27. bis 29. August 2010 in Dortmund stattfindet.

Der Tierschutzgottesdienst-Sonntag wird anlässlich des Welttierschutztages mit einem Fest rund um das Big Tipi von 11 bis 15 Uhr verbunden, auf dem sich Tier- und Naturschutzorganisationen vorstellen. Finanziert werden Gottesdienst und Fest vom Tierschutzverein Groß-Dortmund. Wegen des kirchlichen Erntedankfestes, das ebenfalls an diesem Tag begangen wird, schmücken die Friedhofsgärtner einen Naturaltar im Big Tipi. Die Predigt hält Pfarrer Dr. Ulrich Seidel (Leipzig). Seidel ist Vorsitzender der "Aktion Kirche und Tiere e.V.", dem Hauptveranstalter des ersten deutschen Kirchentages Mensch und Tier.

Am Ende des Gottesdienst-Sonntags können Tierbesitzer einen persönlichen Segen von den beteiligten Pfarrern und Pfarrerinnen (Sandra und Friedrich Laker sowie Dr. Ulrich Seidel) erhalten.

   
 
   
 

Ruhr Nachrichten vom 19.09.09

Protest gegen Feuerwerk

TierSchutzVerein

Nachdem man schon gegen die Pyro-Games auf dem Rennbahngelände protestiert hatte, hat der TierSchutzVerein Groß-Dortmund jetzt auch das Pyro-Festival im Westfalenpark ins Visier genommen. Der Anwalt des Vereins, Peer Fiesel, hat am Donnerstag einen Eilantrag an Oberbürgermeister Gerhard Langemeyer geschickt, mit der Bitte um Untersagung von Großfeuerwerken in Dortmund und speziell des Pyro-Festivals.

Zudem wird beantragt, zukünftig keine Genehmigungen mehr für professionelle pyrotechnische Feuerwerke im Stadtgebiet zu erteilen, sofern die in der Nähe (3 Kilometer-Radius) von Waldgebieten, Parks, Seeanlagen, Teichen, Naturschutzgebieten und Biotopen geplant sind. Der Antrag wird von der BUND-Kreisgruppe Dortmund, NABU Dortmund und Agard im Westfalenpark unterstützt.

Falls dem Antrag nicht Folge geleistet werde, bittet der Verein alle Tierfreunde, aus Solidarität fern zu bleiben, da "die Flamingos doch die Hauptleidtragenden durch das Lärm- und Lichtgewitter eines Feuerwerkes im Westfalenpark sind", so Erika Scheffer, 1. Vorsitzende des TierSchutzVereins, in einer Pressemitteilung.

   
 
   
 

Ruhr Nachrichten vom 12.09.09

Protest gegen Pyro

Tierschutzverein

Das geplante Pyro-Festival "Sternenzauber" (19.09.) im Westfalenpark sorgt für Aufregung. Der Tierschutzverein will Protest einlegen und derartige Spektakel in Zukunft verbieten lassen.

Professionelle Pyrotechniker wollen am Samstag eine Stunde lang mehr als eine Tonne Sprengstoff in die Luft schießen. Es sei eine Zumutung für die unmittelbar betroffenen Anwohner und die im Park befindlichen Tiere, so die Vorsitzende des Tierschutzvereins Erika Scheffer. Sie ruft alle betroffenen Bürger auf, sich an dem Protest zu beteiligen.

   
 
   
 

Westfälische Rundschau vom 12.09.09

Neuerlicher Ärger um Pyro-Festival im Park

Tierschutzverein macht mobil gegen Sternenzauber

Des einen Freud, des anderen Leid: Das für den 19. September im Westfalenpark angekündigte Pyro-Festival "Sternenzauber" erhitzt die Gemüter der Tierschützer.

Zur Erinnerung: Die Vorsitzende des Tierschutzvereins Groß-Dortmund, Erika Scheffer, wurde bereits im Juli aktiv, als ein ähnlicher Wettbewerb auf der Rennbahn in Wambel stattfand. Der Versuch, dieses Spektakel gerichtlich zu unterbinden, scheiterte jedoch und die Pyrogames konnten ohne Einschränkungen ausgeführt werden. Nun steht das nächste Event an und Erika Scheffer fürchtet um "die unmittelbar betroffenen Anwohner und die im Park befindlichen Tiere",.

Erste Schritte seien bereits in die Wege geleitet: "Wir werden Anfang nächster Woche mit anderen Verbänden Gespräche führen, um Aktionen bezüglich des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz festzulegen", kündigt sie an. Ihre Meinung: Auf "derartige umweltschädliche Spektakel" sollte die Stadt gänzlich verzichten.

   
 
   
 

Ruhr Nachrichten vom 10.09.09

Storch hat Pause in Sölde gemacht

Tier erholt sich von den Reisestrapazen

Sölde. Eine Verschnaufpause gönnt sich zurzeit ein Storch auf einer Laterne an der Sölder Straße. Von dort beobachtet er gelassen das bunte Treiben zwischen Schienen, Straße und den Supermärkten.

Anwohner hatten den Vogel bereits am Dienstag gesichtet. "Seitdem sitzt er dort, ich weiß nicht, ob er trinkt oder isst", sorgt sich Anwohnerin Monika Ludwig, die sicherheitshalber den Tierschutzverein informierte. "Nicht, dass er den Anschluss verpasst."

Denn die hier beheimateten Weißstörche überwintern in Afrika und pendeln somit im Jahr etwa 20 000 Kilometer zwischen den Kontinenten.

Doch der Storch wirkt fit, putzt sich, breitet immer wieder die Flügel aus, startet sogar einen kleinen Rundflug bevor er zu "seiner" Laterne zurückkehrt. Und auch Tierschützer geben Entwarnung: Der Storch erhole sich nur, schließlich müsste er auf dem Weg in sein afrikanisches Winterquartier mehr als 10 000 Kilometer zurücklegen. "Im Moment sind viele Störche unterwegs", bestätigt Erich Kretschmar vom NABU Dortmund. "Es kann auch vorkommen, dass sie ein paar Tage bleiben, bevor sie weiter fliegen."

Dank strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen eignete sich die Sölder Laterne für den Weißstorch jedenfalls bestens, um Energie für die lange Reise zu tanken.

   
 
   
 

Ost-Anzeiger vom 26.08.09

Schlag auf Schlag-Interview von Antje Geiss

Tierische Vorurteile

Erika Scheffer, Vorsitzende des Tierschutzvereins, entlarvt Ammenmärchen

Es gibt harmlose Ammenmärchen und solche, die für Tiere gefährliche Folgen haben können. Wir sprachen mit der Vorsitzenden des Tierschutzes. Im Interview räumt Erika Scheffer, die sich seit vielen Jahren für Tiere einsetzt, mit tierischen Vorurteilen auf.

Dortmund. Im Interview widerspricht Erika Scheffer, die sich seit vielen Jahren für Tiere einsetzt, den folgenden Legenden.

Hunde, die bellen, beißen nicht:

Nein, das stimmt nicht. Trotzdem ist Vorsicht geboten. Ich würde es nicht darauf ankommen lassen.

Hund & Katz:

Dass sich Hunde und Katzen nicht verstehen, muss nicht so sein. Es kommt darauf an, ob sie zusammen groß geworden sind, dann kann ein Zusammenleben gut klappen. Ansonsten ist Geduld gefragt.

Kastrierte Tiere werden dick:

Das ist Quatsch: Ich habe seit 50 Jahren Katzen und sie sind weder träge noch dick geworden. Wenn Tiere zunehmen liegt das oft an der Fütterung und an zu wenig Bewegung.

Welpenschutz:

Den gibt es, aber nur im eigenen Rudel. Sonst nicht, daher sollten Hundehalter auch mit Welpen vorsichtig sein.

Katzen brauchen Milch:

Milch ersetzt kein Futter. Früher wurde Katzen, die sich auf Bauernhöfen von Mäusen ernährt haben, beim Melken oft noch etwas Milch mit Wasser gegeben. Mann kann auch verdünnte Kondensmilch geben, aber nur zusätzlich.

Katzen fallen immer auf die Füße:

Ich weiß von einer Katze, die im fünften Stock auf dem Geländer balanciert und heruntergefallen ist. Sie hatte nur eine leichte Gehirnerschütterung. Aber das heißt nicht, dass Katzen überall problemlos runterkommen.

Zum Beispiel bei Bäumen: Sie flüchten oder klettern mit Hilfe ihrer Krallen mühelos hoch und haben dann Probleme, an einem glatten Stamm wieder runter zu kommen. Wir haben deshalb an der Rennbahn auch mal eine lange Leiter besorgt.

Wildtieren sofort helfen:

Wer ein unverletztes Wildtier findet, sollte es nie anfassen. Wir hatten ein Rehkitz, welches jemand mit genommen und auf eine Wiese gesperrt hat. Wir haben es mühevoll hochgepäppelt, aber es ist trotzdem verstorben. Das Reh versteckt sein Kitz im Gras oder Gebüsch, deshalb ist es nicht hilflos. Anders ist es bei verletzten Tieren. Bei Wildtieren sollte man der Polizei Bescheid sagen. Sie verständigt den Förster.

Wer einen hilflosen Igel findet, kann sich an den Igelschutz im Tierheim an der Hallerey unter der Telefonnummer 17 55 55 wenden.

   
 
   
 

Westfälische Rundschau vom 04.08.09

Pyro Games - Tierschützer gegen den "Wahnsinn"

"Wir setzen alles daran, dass dieser Wahnsinn nicht noch einmal wiederholt wird", sagt Erika Scheffer, Vorsitzende des Tierschutzvereins Groß-Dortmund über das Pyro-Games-Feuerwerk am Samstag auf der Rennbahn in Wambel, das immerhin 3500 Besucher angelockt hatte (wir berichteten).

Zwei Pferde, so schildert Erika Scheffer, haben sich in den Stallungen die Hufeisen abgerissen, ein Tier habe sich "lang hingelegt". Die Besitzer der Rennpferde hätten sich am Feuerwerksabend ständig um ihre Tiere gekümmert und versucht, sie zu beruhigen.

Alle juristischen Mittel, so die Tierschützerin, würden zurzeit geprüft, aufgearbeitet, dokumentiert. Dabei solle auch kontrolliert werden, ob die Satzung des Rennbahnvereins die Durchführung eines Feuerwerks zulasse. Ferner hätte es "einige Anzeigen" wegen Lärmbelästigung von Anwohnern aus Körne gegeben, teilte Erika Scheffer gestern mit. Ein Sprecher der Dortmunder Polizei bestätigte dies auf Anfrage unserer Zeitung. Doch nur eine Anzeige sei wegen "ruhestörenden Lärms und Tierquälerei" eingegangen - nicht auf der Wache, sondern über das Internet.

   
 
   
 

Westfälische Rundschau vom 01.08.09

Feurige Diskussion um Tierschutz

Das Feuerwerksfestival Pyro Games findet heute Abend wie geplant auf der Rennbahn in Wambel statt. Erika Scheffer, Vorsitzende des Tierschutzvereins Groß-Dortmund, hatte zum Schutz von Vögeln und Pferden die Gerichte bemüht. Beide Klagen auf Verbot wurden jedoch abgewiesen.

Feuerwerk trotz Tierschutzklage

Die Pyro Games, das Riesenfeuerwerk auf der Rennbahn in Wambel, findet heute abend wie geplant statt. Das Oberverwaltungsgericht in Münster hat gestern einen Eilantrag des Tierschutzvereins Groß-Dortmund abgelehnt, die Veranstaltung zu verbieten. Bereits schon früher war vom Verwaltungsgericht Gelsenkirchen eine Klage abgewiesen worden. Weitere juristische Schritte behält sich der Tierschutzverein noch vor.

Erika Scheffer, resolute und streitbare Vorsitzende des Tierschutzvereins Groß-Dortmund, ist besorgt: "Im Rennbahnbereich leben Fledermäuse, Eulen und noch brütende Rauchschwalben. Außerdem ist das Gelände Durchzugsgebiet von Wandervögeln". Sie könnten durch Lärm, Lichtblitze oder umherfliegende Feuerwerkskörper Schaden nehmen. Zudem macht sich Scheffer Sorgen um die Rennpferde in den Stallungen.

Keine Probleme mit den Pyro Games hat indes der Dortmunder Rennverein, auf dessen Gelände das abendliche Spektakel stattfindet. In den Ställen befinden sich zurzeit 95 Tiere. "Das Feuerwerk wird aus einer Entfernung von 650 Metern abgebrannt", sagt Karl Schütz, Rennvereinssekretär: "Sylvester ist hier viel mehr los und noch nie was passiert". Er ergänzt: "Alle Pferdebesitzer haben vorher unterschrieben, dass sie nichts gegen das Feuerwerksfestival haben". An diese einstimmige Zustimmung im Rennverein glaubt Erika Scheffer ("mein Mann war Rennpferdetrainer") nicht. Auf die Besucher warten am Abend vier Feuerwerksblöcke zu je zehn Minuten, die gegen 22 Uhr von vier Pyrotechnikern gezündet werden.

Bereits am 9. Mai sollte das Feuerwerksfestival über der Wambeler Rennbahn leuchten, wurde damals aus Rücksicht auf die Brutzeit der dort ansässigen Vögel vom Veranstalter freiwillig auf den heutigen Samstag verschoben. "Wir sehen keinen Grund, die Veranstaltung abzusagen", so Jenny Krüger vom Veranstalter Lux Events in Magdeburg: "Wir werden unseren Zuschauern ein Gesamtkunstwerk mit Rahmenprogramm, kulinarischen Leckerbissen und tollen Feuerwerken bieten". Zudem wies Jenny Krüger darauf hin, dass alle Genehmigungen von Stadt und Rennverein vorlägen.

Tierschutzvereins-Vorsitzende Erika Scheffer selbst wird das Feuerwerk nicht vom Rennbahnareal aus sehen können: "Ich habe vom Veranstalter Hausverbot bekommen", sagt sie. Lux Events wollte dazu nichts sagen. Keine Einwendungen hat Erika Scheffer gegen das geplante Lichterfest am 15. August im Westfalenpark: "Das wird aus deutlich größerer Entfernung abgebrannt".

Fakten

Verbandsklagen sind Verein nicht möglich

Mit einer Anwohner- und einer Unterlassungsklage hat der Tierschutzverein Groß-Dortmund versucht, das Feuerwerk zu verhindern.

Beide Male ohne Erfolg. Grund: Verbandsklagen, sagt Erika Scheffer, seien dem Verein nicht möglich.

Das Rahmenprogramm startet heute, wie geplant, ab 19 Uhr mit The Heap aus Dortmund und Sweety Glitter & The Sweethearts aus Braunschweig.

Mit dem Feuerwerk verbunden ist auch eine Licht- und Lasershow.

   
 
   
 

City-Anzeiger vom 24.06.09

Anzeige gegen Hundehalterin

Dortmund. Im Fall des strangulierten Hundes stellt der Tierschutzverein Strafanzeige gegen die Halterin wegen Tierquälerei mit Todesfolge.

Der Boxer war angekettet aus einem offenen Fenster gesprungen und hatte sich mit dem Stachelwürgehalsband stranguliert. Vergeblich hatte das Tier versucht, wieder das Fenster zu erreichen.

Nach dem schrecklichen Unfall beantragen die Tierschützer eine Tierhalteverbot für die Halterin des jungen Boxers, die ihren Hund angebunden hatte und arbeiten gegangen war.

   
 
   
 

Westfälische Rundschau vom 18.06.09

Tierschützer zeigen Hundehalterin an

Hombruch. Der Fall des jungen Boxers, der sich nach einem Sprung aus dem Fenster im ersten Stock einer Wohnung in Hombruch an seiner eigenen Kette erhängt hatte, zieht weitere Kreise. Der Tierschutzverein Groß-Dortmund hat jetzt gegen die Hundehalterin Strafanzeige wegen nicht artgerechter Haltung und Tierquälerei mit Todesfolge gestellt. Außerdem beantragte Vorsitzende Erika Scheffer ein Tierhalteverbot für die Frau.

   
 
   
 

Ruhr Nachrichten vom 18.06.09

Toter Hund: Klage droht

Tierschutzverein

Im Fall des strangulierten Hundes (wir berichteten) wird der Tierschutzverein Groß Dortmund Strafanzeige stellen. Der Hund war mit einer Kette in der Wohnung befestigt und aus dem offenen Fenster gesprungen. Die Besitzerin war arbeiten. Der Anwalt des Vereins wird gegen die Hundehalterin wegen nicht artgerechter Haltung und Tierquälerei mit Todesfolge vorgehen und will ein Tierhalteverbot erwirken.

Tierschützer fordern ein Halteverbot

Veterinäramt: Hund darf nicht überwiegend in der Wohnung angebunden sein

Für den Tierschutzverein Groß Dortmund ist es ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz: Die junge Boxerhündin namens Luna, die sich am vergangenen Dienstag (16.6.) an ihrer Leine erhängt hat, sei nicht artgerecht gehalten worden.

Am kommenden Dienstag (23.6.) wird Anwalt Peer Oliver Fiesel Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft stellen.

"Wichtig ist, dass die Frau ein Tierhalteverbot bekommt", sagt Erika Scheffer, Vorsitzende des Vereins. Die 25-jährige Hund-Besitzerin soll auch noch eine Katze halten. "Vielleicht hat sie den Boxer deshalb angekettet", sagt Scheffer.

"Die Richter sind bei diesem Thema sensibler geworden", sagt Scheffer und sieht gute Chancen für den Verein. "Wir hoffen auf drei Monate Bewährung und ein Tierhalteverbot von fünf Jahren - am liebsten lebenslänglich."

Noch hat das Veterinäramt der Stadt Dortmund keinen Bescheid bekommen. Zur grundsätzlichen Hundehaltung äußert sich Veterinärin Dr. Judith Hövel aber: Zum Anbinden von Hunden in der Wohnung stehe im Tierschutzgesetz grundsätzlich nichts. Ketten seien aber gar nicht mehr zulässig. Im Außenbereich müsse eine Laufvorrichtung von mindestens sechs Metern dem Hund genügend Auslauf bieten.

"Anbindehaltung in der Wohnung würden wir unterbinden", sagt Hövel. "Sondersituationen" seien "vorübergehend" denkbar: Wenn beispielsweise Handwerker im Haus seien. Der Hund dürfe aber nicht die Mehrheit des Tages angebunden sein. Wenn ein junger Hund dann die Wohnung verwüste, müsse man eine Betreuungsperson finden und vor allem verhaltenstherapeutisch mit dem Tier arbeiten.

   
 
   
 

Ruhr Nachrichten vom 13.06.09

Katzenhalter gesucht

Eving. Am 14. Mai wurde an der Württemberger Straße ein weißer Perserkater mit grünen Augen aufgefunden. Das Tier befand sich in einem weißen Plastik-Katzenkorb, der mit Paketband umwickelt war. Sein Zustand war desolat, dass es nach der Einlieferung in eine Tierklinik eingeschläfert werden musste.

Da es sich hierbei um eine Straftat handelt, bittet der Tierschutzverein die Dortmunder Bürger um Mithilfe, den Halter des Katers zu finden. Hinweise werden mit 500 Euro belohnt. Kontakt unter Tel: 81 83 96.

   
 
   
 

Ruhr Nachrichten vom 12.05.09

Kaninchen-Quäler ein Insider?

Psychologe glaubt an Einzeltäter / Tierschützer vermuten Satanisten / Polizei ohne Spuren

Getötete Kaninchen ohne Kopf, ihr Blut mitgenommen - wer ist für diese brutalen Taten verantwortlich? Ein Verrückter auf Rachefeldzug? Oder die Anhänger einer Satansekte?

Die Frage, mit der sich sämtliche Kaninchenhalter der Region und die Ermittler der Polizei nicht erst seit dem letzten Fall von Sonntag auseinander setzen müssen. Über 20 getötete Kaninchen sind es allein in Dortmund, dazu die Fälle in Bochum und Witten.

Kriminalpsychologe Dr. Christian Lüdke geht von einem Einzeltäter aus. Von einem Mann mittleren Alters mit einem persönlichen Motiv: "Es muss ein Insider sein und geht gezielt vor. Vielleicht aus der Züchterszene selbst. Bei ihm gingen Enttäuschung, Zurückweisung oder Demütigung voraus. Jetzt nimmt er auf brutale Art und Weise Rache." Lüdke liefert eine weiter Hiobsbotschaft: "Tiertötungen in Serie sind für Experten ein bedeutendes Zeichen." Viele Serienmörder und Triebtäter hätten sich zuerst an Tieren vergangen.

Der Tierschutzverein Groß-Dortmund glaubt hingegen an mehrere Täter aus einer dunklen bizarren Szene: "Das sind Satanisten", so Erika Scheffer. Die Vorsitzende ist sich sicher, dass die Taten eine Mutprobe sind, vielleicht zur Aufnahme, "auf jeden Fall eine Kultsache. Und die Halter kriegen einen Schock fürs Leben". Teufelsanbeter kommen für Christian Lüdke nicht in Frage: "Es gibt keinen Grund, das Risiko einzugehen. Die würden sich die Kaninchen einfach in der Zoohandlung kaufen."

Egal ob nun perverser Triebtäter oder Satanisten, Spuren finden die Ermittler an den Tatorten wenig bis keine. Und können die Therorien weder bestätigen noch dementieren. Polizeisprecherin Cornelia Weigandt: "Wir sind auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen."

   
 
   
 

Ruhr Nachrichten vom 04.05.09

Hund & Katz knurrt öfter der Magen

Tierschutzverein hilft mit Futter aus

Das Menschen ihr täglich Brot haben, ist in wirtschaftlich schwierigen Zeiten keine Selbstverständlichkeit. Leben finanziell Schwache mit Tieren zusammen, reicht das Geld oft nicht mehr für Futter. Ein Problem, das neue Ausmaße annimmt.

"In den letzten zwei Jahren ist die Nachfrage nach Futterspenden um mindestens 30 Prozent gestiegen", bestätigt Erika Scheffer, Vorsitzende des Tierschutzvereins Groß-Dortmund. Szenen wie diese sind keine Ausnahme: "´Vor Ostern standen zwei Frauen vor mir, verzweifelt, weil sie nicht wussten. wovon sie ihre Hunde und Katzen an den Feiertagen ernähren sollten."

Der Tierschutzverein hilft mit Dosenfutter aus, das Großproduzenten dem Verein palettenweise spenden. Auch Zubehör wie Käfige, Leinen, Näpfe wird kostenlos abgegeben. So genannte "Tafeln für Tiere" einzurichten, wie sie bereits in anderen Städten existieren, hält Erika Scheffer für überflüssig. "Im Monat verteilen wir etwa zwei Bulli-Fuhren Futter und Sachspenden."

Auch im Streetwork-Café an der Leopoldstraße sind die Tierschützer präsent, um Wohnungslosen mit Tieren zu helfen. Aber auch, um die Tierhaltung zu kontrollieren. "Wir haben auch schon erlebt, dass welche das Futter am Bahnhof weiterverkauft haben."

Unterstützung gibt´s nur gegen Vorlage eines schriftlichen Nachweises der Bedürftigkeit. Letzteres gilt auch für die Hilfe bei todkranken Tieren. "Unser Verein übernimmt die Kosten für das Einschläfern", sagt Erika Scheffer. Sie beobachtet, "dass zunehmend alte und kranke Tiere abgeschoben werden." Die Tierheime sind voll.

Kosten für die Tierhaltung werden vielfach unterschätzt. "Ein großer Hund kostet mit Versicherung und Futter etwa 150 Euro im Monat, eine Katze ca. 50-80 Euro." Tierarztbesuche seien darin noch nicht enthalten. "Wer selbst nichts zu beißen hat, sollte sich kein Tier anschaffen", mahnt die Tierschützerin.

   
 
   
 

Ruhr Nachrichten vom 04.05.09

Tierschützer kritisieren Taubenabwehr

Tierschützern sind sie schon lange ein Dorn im Auge - die spitzen Stachel an den Häusersimsen, angebracht, um Tauben abzuwehren. Erst Mittwoch rief eine aufgespießte Taube am Karstadthaus an der Kampstraße den Inspektor des Tierschutzvereins auf den Plan. "Diese Vergrämungsmaßnahmen sind Tierquälerei", urteilt Vorsitzende Erika Scheffer. Auch Netze hält sie für ungeeignet, weil sie Vögel darin verfangen und verenden können. Jüngst hat sie eine weitere Variante zur Taubenabwehr entdeckt. "Spitzen aus Hartplastik auf Fahrkartenautomaten der Stadtwerke - das geht auch nicht." Jetzt sucht sie das Gespräch mit den Verantwortlichen und hofft auf Einsicht. Scheffer: "Sonst werde ich klagen."

   
 
   
 

WAZ vom 01.05.09

Hörder City: Kampf gegen Taubenplage

Tierschutzverein Groß-Dortmund will für Abhilfe sorgen

Hörde. Gemütlich in der Sonne einen Kaffee trinken - das ist für Menschen ein Genuss. Und auch Tauben lieben Straßencafés, denn dort können sie ohne Aufwand ein paar leckere Bissen ergattern.

"Wo gekrümmelt wird, gibt es Tauben", stellte Erika Scheffer, Vorsitzende des Tierschutzvereines Groß-Dortmund, in der Sitzung der Bezirksvertretung Hörde klar. Sie wurde als Expertin geladen, da die Vögel an der Hörder Straße/Ecke Hermannstraße ein Problem sind.

Scheffer hat sich mit einem Tierschutzinspektor die Situation angesehen und einen Vorschlag gemacht. "Ein Taubenschlag auf dem Dach des Hörder Wappen" sei die beste, weil tiergerechteste Lösung. Der Verein bot an, die Tauben an den neuen Schlag heranzuführen und die Pflege zu übernehmen: "Pensionierte Menschen mit polnischer Abstammung hätten sicher ihren Spaß an der Pflege", so Scheffer. Etwa 3000 bis 4000 Euro würde der Schlag kosten.

Laut Erika Scheffer sei der Besitzer des Hörder Wappens nicht begeistert von dem Plan. Bezirksbürgermeister Manfred Renno sieht das Problem, "das wir es mit Privatgebäuden zu tun haben". Die BV will sich jetzt erkundigen, auf welchen öffentlichen Flächen ein Schlag möglich sei. Die Frage von Seiten der CDU-Fraktion, warum man nicht einfach Gift steuen könne, wollte Erika Scheffer nicht beantworten. "Das können sie nicht ernsthaft von mir verlangen."

   
 
   
 

Ruhr Nachrichten vom 30.04.09

Hunde nicht im Auto lassen

Der Tierschutzverein Groß-Dortmund wird kontrollieren, ob Hunde im Auto auf dem Parkplatz eingesperrt worden sind. Für die Tiere ist das gefährlich, weil sich die Autos schnell aufheizen können, wenn die Sonne dreht. Der Tierschutzverein wird Autos mit Hunden von der Polizei öffnen lassen. Hundehalter sollten an einen gültigen Impfpass denken, wenn sie ihr Tier mit zur Ausstellung nehmen.

   
 
   
 

Westfälische Rundschau vom 30.04.09

Tierschützerin droht, Karstadt zu verklagen

Erika Scheffer, die Vorsitzende des Dortmunder Tierschutzvereins, ist auf dem Baum: Seit Jahren kämpft sie gegen Taubennetze und starre Taubenabwehrsysteme in der Dortmunder Innenstadt.

In den letzten Tagen sind erneut zwei Tauben in genau diesen Vorrichtungen ums Leben gekommen. Im Durchgang neben dem KulturInfoShop an der Kampstraße/Bissenkamp bot sich den Passanten gestern kein schönes Bild: Auf der einen Seite sahen sie eine auf Metallspitzen aufgespießte Taube, auf der anderen eine Taube, die in einem Netz verendete. Erika Scheffer, die sich für die Belange aller Tiere einsetzt, hält die Vorrichtungen und ihre tödlichen Folgen für "Tierquälerei und einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz". In den nächsten Tagen will sie das Gespräch mit dem Leiter des Karstadthauses suchen, um ihn aufzufordern, das Taubenabwehrsystem zu entschärfen. Andernfalls wäre sie bereit, Karstadt auch wegen Tierquälerei zu verklagen.

   
 
   
 

Ruhr Nachrichten vom 28.04.09

Erschreckend: Kaninchenmörder kamen wieder

Sie hinterließen das vermisste Tier - tot

"Grausam" ist für Familie Wollmann aus Brackel die Ermordung ihres Kaninchens Bonita in der Nacht von Donnerstag auf Freitag (wir berichteten). Noch erschreckender ist für sie, dass der oder die Täter in der Nacht darauf zurückkamen, um das zweite, das der oder die Täter in der Nacht darauf zurückkamen, um das zweite, das vermisste Kaninchen Bonny im Gartengehege abzulegen. Ohne aufzufallen. Vater Martin Sbosny-Wollmann ist bloß erleichtert, dass er das Tier fand am Samstagmorgen - und nicht seine Kinder: "Es lag da ohne Kopf und ausgeblutet, ein schrecklicher Anblick, den man nicht vergisst".

Den Fund noch unheimlicher macht der Gedanke, dass die Tierhasser erneut in die Privatsphäre, in das Grundstück eingedrungen sind. Und dafür wieder über zwei eigentlich schützende Zäune bzw. Mauern geklettert sind. Den Zaun am Kaninchengehege haben sie dazu heruntergedrückt. "Ein halber Fußabdruck wurde gefunden", so Sbosny-Wollmann, "doch zu wenig, als dass die Polizei ihn richtig auswerten kann."

Bisher konnten die Tierquäler, die seit eineinhalb Jahren allein in Dortmund ein Dutzend Kaninchen getötet haben und auch in den Nachbarstädten zuschlugen, noch nicht gefasst werden.

Der Tierschutzverein Dortmund und Besitzer der getöteten Tiere haben eine Belohnung von 2500 Euro ausgesetzt. Diese wurde von Familie Wollmann um 1000 Euro aufgestockt.

   
 
   
 

Ruhr Nachrichten vom 25.04.09

Wieder Kaninchen geköpft

Tierhasser-Serie reißt nicht ab

Schock für Familie Wollmann am Freitagmorgen: Kaninchen Bonita lag ohne Kopf im Garten-Gehege der Familie aus Brackel. "Der Kopf wurde abgeschnitten. Das ist einfach nur noch pervers", erklärt die bestürzte Sabine Wollmann. Denn in das weitläufige, aber gut gesicherte Gehege komme ein Fuchs garantiert nicht rein. Und damit hat Dortmund den nächsten Fall der Tierhasser-Serie.

Ein weiterer Schicksalsschlag für die Familie: Nicht nur, dass Bonita tot ist, auch von Kaninchen Bonny fehlt jede Spur. Die Wollmanns sind sich sicher, dass Bonny auch ein Opfer der Tierquäler wurde. Der Tierschutzverein Dortmund und weitere Opfer der Serie haben 2500 Euro Belohnung ausgesetzt. Familie Wollmann legt jetzt nach: "Wir stocken nochmal um 1000 Euro auf."

Seit über eineinhalb Jahren treiben die unbekannten Tierhasser in Dortmund, Bochum und Witten ihr Unwesen. Zuletzt brachten sie Anfang März ein Tier in der Friedenstraße, südliche Innenstadt, um. In Dortmund sind es allein über ein Dutzend Kaninchen-Morde.

   
 
   
 

Westfälische Rundschau vom 20.04.09

Tauben nerven die Stadt tierisch

"Humanes Abwehrsystem" soll die Fluchttreppen des Rathauses sicher machen - Tierschützer zeigen

sich skeptisch

Tauben. Sie kreuzen Passanten wie Kamikaze-Flieger auf dem Hellweg. Sie fressen Pommes vom Boden und sorgen für ätzende Hinterlassenschaften. Manche Fußgänger treten nach ihnen. Andere füttern sie liebevoll mit Brot. 2000 bis 3000 Tauben sollen sich allein in der City heimisch fühlen. Die Stadt holt jetzt zum friedlichen Gegenschlag aus: Um der Taubenplage Herr zu werden, greift sie am Rathaus ab sofort auf ein "humanes Abwehrsystem" zurück.

Das Dortmunder Rathaus zieht nicht nur Bürger und Politiker an - auch die Tauben fliegen auf den repräsentativen Bau neben dem Stadtgarten. Laut Pressestelle der Stadt hätten sich etliche Tauben so wohl am Rathaus gefühlt, dass sie sich hier nicht nur eingenistet hätten, sondern auch ihre Spuren hinterließen. Das sehen die offiziellen Nutzer des Rathauses nicht gern, zumal sie die ätzenden Hinterlassenschaften mit Hochdruck wieder entfernen müssen. Das soll sich ändern. Am Freitag rollte er an. Der Kleintransporter mit der Aufschrift: "Humanes-Tauben-Abwehrsystem."

Es geht um Netze. Die umspannen ab sofort die vier Fluchttreppen des Rathauses, um, wie es in der Pressestelle der Stadt so schön heißt, "weiteren Bruterlebnissen vorzubeugen." "Ach was!", sagt Erika Scheffer, Vorsitzende des Dortmunder Tierschutzvereins. Es gehe gar nicht um Tauben: "Auf den Treppen pennen immer die Obdachlosen", vielleicht wolle man die ja vertreiben, mutmaßt sie. In jedem Fall ist sie skeptisch. Grundsätzlich seien Netze schon mal besser als die starren Spieße, auf die die Stadt am "Alten Stadthaus" gleich gegenüber setze. "Bei der ersten Taube, die sich da aufspießt, kriegt die Stadt ein Verfahren." Mit den Spießen verletze die Stadt nämlich nicht nur Vögel, sondern auch das Tierschutzgesetz - "die sind Tierquälerei", sagt Erika Scheffer.

Noch mehr Sorge bereitet der Tierschützerin, dass am benachbarten Taubenturm im Stadtgarten "irgendetwas nicht stimmt". Normalerweise kämen dort 50 bis 60 Tiere zusammen, um von den Tierschützern gefüttert zu werden. Aktuell seien es höchstens halb soviele. Ob ein Tierquäler seine Finger im Spiel habe, weiß sie nicht.

Aber sie weiß, dass, wenn es um Tauben geht, viele Vorurteile herumschwirren. "Tauben sind selten krank, die kriegen nicht mal die Vogelgrippe." Bis zu 3000 Tauben gebe es allein in der Innenstadt. Die Taubenpopulation sei über die Jahre gewachsen. Warum? "Ich vermute, die Tauben der Züchter werden zu früh aufgelassen und finden oft nicht zurück zum Schlag." Nach ihren Zählungen stamme mindestens jede siebte Taube aus einem Schlag, die Ringe am Bein verrieten es.

Wolle man die Vermehrung der Tauben eindämmen, könnten nur weitere Taubenbäume und -Schläge helfen. Nur so können das Ausbrüten unterbunden "und kranke Tiere "dezimiert werden."

   
 
   
 

WAZ vom 17.04.09

Kritik der Tierschützer an helf-and-hope-Plan

Verein sorgt sich um Pferde auf Abenteuerspielplatz

Scharnhorst. In einem offenen Brief an die Bezirksvertretung Scharnhorst und die Stadtverwaltung spricht sich Erika Scheffer, die Vorsitzende des Tierschutzvereins Dortmund, gegen den Bau eines help-and-hope-Hauses auf dem Abenteuerspielplatz an der Flughafenstraße aus.

Sie will wissen, "wer für eine so absurde Planung verantwortlich ist", den Abenteuerspielplatz auseinander reißen zu lassen. "Für unsere Sendung "Tierschutz-Aktuell" haben wir dort einige Male Filmbeiträge erstellt", schreibt Erika Scheffer. Das Pony Willi, das auf dem Abenteuerspielplatz untergekommen ist, "haben wir in Ergste vor dem Schlachter gerettet. Für viele Kinder ist er auf der Anlage ein wichtiger Therapeut."

Die Tierschutzvereins-Vorsitzende ist erbost darüber, dass die Ponys dem Bau eines help-and-hope-Hauses im Wege stehen würden und auf einen Acker in die Nähe vom Sanderoth umziehen müssten. "Das allein zeigt uns, dass bei dieser Planung nur Laien tätig sind. Ein eingesäter Acker braucht mindestens drei Jahre, bis er überhaupt als Weidefläche zur Verfügung stehen kann."

Scheffer merkt an, dass es nach Meinung der aktiven Menschen im Tierschutzverein fragwürdig sei, die Tiere außerhalb des Abenteuerspielplatzes unterzubringen, denn immer wieder seien in Scharnhorst Tierquälereien, begangen von Jugendlichen, der Polizei gemeldet worden.

"Deshalb werden wir uns mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln dagegen wehren, dass die jetzige Planung Kinderhaus auf dem bestehenden Abenteuerspielplatz zum Tragen kommt", schreibt Scheffer. Dies werde "allein aus Sorge um die dann außerhalb untergebrachten Tiere" geschehen. Als alternative Standorte für das Haus schlägt sie Flächen am Buschei und an der Droote vor.

   
 
   
 

Ost-Anzeiger vom 15.04.09

Allumfassende Hilfen rund um das Tier

Dortmund. Polizei und Feuerwehr - ein Tierrettungswagen ist an der Feuerwache Marten stationiert - sind bei Fundtieren meist erste Ansprechpartner, vermitteln den Transport, notfalls via Tierheim-Tierarzt Dr. Rolf Brahm, ins Tierschutzzentrum, und stellen den Kontakt zu den einschlägigen Vereinen etc. (siehe Info-Kasten) her.

Deren größter mit rund 800 Mitgliedern, so Vorsitzende Erika Scheffer, ist der 1951 gegründete Tierschutzverein Groß-Dortmund, mit eigener Geschäftsstelle und sogar zwei hauptamtlichen Mitarbeiterinnen, Jugendgruppen, Tiermobil uvm. Der Verein berät, informiert und hilft allumfassend rund um Tierhaltung und Tierschutz, kümmert sich u. a. auch um freilebende Hauskatzen, Kastration, Chippen und Registrierung von Haustieren, trägt vielfach auch die Kosten, und ist Mitgesellschafter des Tierheims.

   
 
   
 

Ruhr Nachrichten vom 02.04.09

Mädchen retten Hasen

Hinschauen statt weitergehen

Wer kennt nicht, diese kleinen Tierchen, die einen mit so großen dunklen Augen anschauen, doch dann davon hoppeln? Man denkt sich, sie haben ein tolles Leben, doch nicht immer ist es so.

Eine traurige aber wahre Geschichte begab sich im Frühling 2007, als einige Dortmunder Schülerinnen auf dem Weg nach Hause ein verletztes Kaninchen fanden, dem sie sofort zur Hilfe eilten. Dies geschah alles am Rande eines Gehwegs am Käthe-Kollwitz-Gymnasium. Zu allererst baten die Mädchen den Hausmeister um Hilfe - vergeblich.

Doch gleich danach machten sich drei Mädchen auf den Weg, um woanders Hilfe zu suchen. Am Kiosk erzählte ihnen die Verkäuferin vom Tierschutzverein im Stadthaus. Unverzüglich liefen die Mädchen dorthin, berichteten vom Kaninchen und bekamen vom Verein eine Transportkiste, um dem Hasen zu helfen.

Es brauchte seine Zeit, um das fast blinde Kaninchen einzufangen. Zurück im Tierschutzverein wurde es dann untersucht und ein trauriges Ergebnis kam heraus. Der Hase war zu schwach, um zu überleben und musste eingeschläfert werden.

Die Trauer war groß bei den Mädchen, doch eines munterte sie auf: Sie haben dafür gesorgt, dass das Tier nicht in der Kälte leiden musste und ihm kein Schaden mehr zugefügt werden konnte. In aller Ruhe konnte es sterben. Diese Geschichte sollte allen klarmachen, dass man nicht einfach wegschauen sollte, denn man kann immer helfen.

Daniela Khaitina, Klasse 8b, Käthe-Kollwitz-Gymnasium

   
 
   
 

Westfälische Rundschau vom 23.03.09

Vorwurf: "Kein Herz für Tiere bei der CDU"

Erika Scheffer, Vorsitzende des Tierschutz-Vereins Groß-Dortmund, wirft den CDU-Vertretern im Ausschuss für Kultur, Sport und Freizeit vor, "kein Herz für Tiere" zu haben.

"Die Probleme des Tierheimes,m wo die armen, ausgesetzten und oft misshandelten Tiere eine Bleibe finden, scheinen bei diesen Personen kein Verständnis zu finden", ist einer Stellungnahme zu entnehmen. Mit Stimmenmehrheit der SPD war in der letzten Woche eine Quarantäne- und Aufnahmestation für das Tierschutzzentrum in Dorstfeld beschlossen worden (wir berichteten). Gesamtkosten: rund 260 000 Euro. CDU und FDP/Bürgerliste hatten unter anderem die Kosten moniert. Erika Scheffer rät den Ratsvertretern; "sich mit den Tierpflegern vor Ort über die betrieblichen Probleme zu unterhalten". Außerdem teilte die Vorsitzende mit, dass der Tierschutzverein seit 1994 alle Kastrationen und Chip-Tätowierungen von Katzen und Katern übernehme. Außerdem würden zweimal jährlich mit dem Katzenschutzverein für sozial schwache Katzenhalter eine verbilligte Kastrationsaktion angeboten, um weiteres Katzenelend zu vermeiden.

   
 
   
 

Westfälische Rundschau vom 19.03.09

Mehr Platz: Kranke Katzen können künftig einzeln behandelt werden

Tierschutzzentrum in Dorstfeld erhält eine neue Quarantäne- und Aufnahmestation

Der Bau einer Katzenquarantäne und -aufnahmestation im Tierschutzzentrum in Dorstfeld, Hallerey 39, ist beschlossene Sache. Mit SPD-Mehrheit stimmte der Ausschuss für Kultur, Sport und Freizeit dem Bau zu. Gesamtkosten: rund 260 000 Euro. Hintergrund: Der Neubau ist aus tierschutzrechtlichen Gründen zur Sicherstellung der bedarfs- und tierschutzgerechten Unterbringung von Katzen im Tierschutzzentrum erforderlich. Vom Veterinäramt wurde die Notwendigkeit eines Neubaus anerkannt. Vor allem bei Neuaufnahmen oder bei separater Unterbringung der Schmusetiger zwingend erforderlich.

Die Geschäftsführung des Tierschutzzentrums ist davon überzeugt, durch den Neubau die Betriebsabläufe optimieren zu können. Später gibt es künftig einen Arztraum mit je zwei Quarantänebereichen und zwei Aufnahmeräumen, rund 75 qm groß. Aufnahme- und Quarantänebereich können einzeln betreten werden.

Die Sport- und Freizeitbetriebe fördern das Projekt mit 205 000 Euro, der Katzenschutzverein gibt 50 000 Euro, weitere 5000 kommen aus einer Stiftung. Kritik gab es aus den Reihen von CDU und FDP/ Bürgerliste, die die hohen Kosten monierten.

   
 
   
 

Ruhr Nachrichten vom 18.03.09

Quarantäne für Katzen im Tierheim

Station beschlossen

Der Ausschuss für Kultur, Sport und Freizeit hat gestern mit rot-grüner Mehrheit eine Quarantäne- und Aufnahmestation für Katzen im Tierschutzzentrum in der Hallerey in Dorstfeld beschlossen. Kosten: 260 000 Euro. Davon zahlt die Stadt 205 000 Euro (RN berichteten). Das Veterinäramt als zuständige Aufsichtsbehörde hält solch eine separate Station für notwendig, weil neu aufgenommene kranke Katzen ihre gesunden Artgenossen, die vermittelt werden sollen, gefährden können. CDU und FDP/Bürgerliste kritisierten die hohen Kosten, die Verwaltung führte Rechtsgründe an.

   
 
   
 

Ruhr Nachrichten vom 11.03.09

Quarantäne-Station für Katzen

Für 260 000 Euro im Tierschutzzentrum geplant

Das Tierschutzzentrum Dortmund in der Hallerey in Dorstfeld soll eine Quarantäne- und Aufnahme-Station für Katzen erhalten. Das Veterinäramt als zuständige Aufsichtsbehörde hält solch eine separate Station für notwendig, weil neu aufgenommene kranke Katzen ihr gesunden Artgenossen, die vermittelt werden sollen, gefährden können. Für Katzen mit ansteckenden Krankheiten sei eine getrennte Unterbringung sogar zwingend erforderlich, heißt es - bestätigt vom Rechtsamt.

Für die neue Station sollen vorhandene Lagerräume umgebaut werden. Kostenpunkt: 260 000 Euro. Den Löwenanteil von 205 000 Euro übernimmt die Stadt, 50 000 Euro der Katzenschutzverein, 5000 Euro kommt als Zuschuss von der Dr. Bauckloh-Stiftung. Als Bauherr tritt der Tierschutzverein Groß-Dortmund auf. Für Unterhaltung und Betrieb rechnet die Stadt mit jährlichen Folgekosten von rund 3100 Euro. Diese Mehrkosten, so die Verwaltung, werden durch den voraussichtlichen Rückgang der tierärztlichen Versorgung sowie aufgrund einer kürzeren Aufenthaltsdauer und besseren Vermittlung der aufgenommenen Katzen aufgefangen.

Durch den Umbau entstehen eine Arztraum mit jeweils zwei Quarantänebereichen und zwei Aufnahmeräumen mit einer Fläche von rund 75 qm. Der zuständige Ratsausschuss für Kultur, Sport und Freizeit muss noch zustimmen.

   
 
   
 

Westfälische Rundschau vom 06.03.09

Mit Kastration gegen Katzenelend

Mit einer Kastrationsaktion für Katzen möchte der Tierschutzverein Dortmund Katzenhalter ansprechen: Noch bis zum 30. April können Alg. I und Alg. II - Empfänger sowie Schüler, Studenten und Azubis mit einem Nachweis die Leistungen in Anspruch nehmen. Der Verein erteilt nach Zahlung eines Eigenanteils von 45 Euro (weibliche Katze) bzw. 30 Euro (männliche Katze) einen Behandlungsauftrag. Infos unter Tel: 81 83 96.

   
 
   
 

Wochenkurier vom 21.02.09

Katzen: Kastrations-Aktion

Dortmund. Eine Kastrationsaktion für Katzen bietet der Tierschutz-Verein Groß-Dortmund noch bis zum 30. April an.

Die Aktion richtet sich ausschließlich an bedürftige Bürgerinnen und Bürger. 45 Euro nimmt der Tierschutz-Verein für die Kastration einer weiblichen Katze, 30 Euro bei einer männlichen Katze. Beide Preise verstehen sich inklusive Tätowierung im Ohr. Wer stattdessen lieber einen Mikrochip hätte, zahlt 15 Euro extra.

Erst wenn die Bürgerinnen und Bürger ihre Bedürftigkeit beim Tierschutz-Verein in der Berswordt-Halle nachgewiesen und die gerade genannten Summen gezahlt haben, werden sie mit einem Behandlungsauftrag an einen Tierarzt vermittelt, der sich an der Aktion beteiligt.

   
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